Wer kennt es nicht, diese bohrende Frage “Was will ich WIRKLICH”? Da war doch mal was, als ich Kind war…, ach ja, ich wollte die Welt bereisen, Rockstar werden, berühmt, eine Familie haben, die Welt retten sowieso und… dann waren da noch 23 e-mails, die ich auch noch beantworten muss und einkaufen und für das Wochenende war geplant… und so weiter und so fort. Wo sind die Träume denn nun? Welche Träume? Ach ja, stimmt, schöne Träume. Wirklich NUR Träume?
Ich träume davon Musik zu machen, Musiker zu fotografieren, mich von ihrer Musik inspirieren zu lassen (was bereits gut funktioniert) und sie durch meine Fotos wiederum zu inspirieren. Warum tue ich es dann nicht oder nur gelegentlich? Ich erspare Euch die 1000 Gründe, jeder von uns kennt sie gut genug.
Letztes Wochenende war ich auf dem Big Five for Life – Seminar und habe meine Träume wieder ausgegraben und darüber hinaus angefangen sie umzusetzen. Wie? Ich habe Menschen gefunden, die den Mut haben sich Ihren Träumen zu stellen und deren Umsetzung, ich habe Menschen getroffen, die bereits bei der Umsetzung sind und – die mir helfen meine Träume umzusetzen. Einfach, oder? Ich habe mich hingestellt, nach zwei Tagen Seminar und mir ein Herz gefasst und meine Gitarre ausgepackt und zusammen mit allen musiziert. Mein Kindheitstraum, Musiker zu sein. Was muss man tun dafür? Gute Frage, doch ein Schritt ist es sich zu trauen vor anderen zu spielen. Ich wachte morgens auf, es war der Beginn des zweiten Seminartages, mitten im Traum, wie ich mir die Gitarre umschnallte und vor Menschen spielte. Ich wusste, heute muss es passieren und habe mich dann die meiste Zeit des Tages gefragt, wie ich aus der Nummer wieder heraus komme. Ich hatte Angst. Plötzlich ergab sich alles von selber. Peter, einer der Seminarleiter, hielt mir sein Handy mit einem Video von “Stand by me” von Ben E. King hin – gespielt von Musikern auf der ganzen Welt und hintereinander in ein Video hineingeschnitten, als Bettina, eine Teilnehmerin wie ich, hinzu kam und fragte: “Musizieren wir mal miteinander?” Ich sagte ja und wusste, ich bin nicht allein. Was sie zu diesem Zeitpunkt nicht wusste – es würde an diesem Tag geschehen.
Was war noch nötig? Der Mut es wirklich umzusetzen. Wir suchten den Text von “Stand by me” – mit Akkorden für die Gitarre, druckten ihn für jeden Teilnehmer aus und haben losgelegt. Könnt Ihr Euch vorstellen, wieviel Energie das freigesetzt hat – bei allen? Warum will ich denn musizieren? Genau darum! Warum will ich fotografieren? Genau darum!
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